drupa 2000 – Pressemeldung Nr. 27/Mai 200 Breits zum 25. Mal: drupa-Preis feiert Jubiläum drupa-Preis 2000 geht an Dr. Slavko Kacunko Kunsthistorische Pionierleistung im Bereich der Videokunst
Der drupa-Preis des Jahres 2000 heisst Dr. Slavko Kacunko. Der 36jährige Düsseldorfer erhält die Auszeichnung für seine Dissertation zum Thema „Marcel Odenbach. Konzept, Performance, Video/Installation von 1975-1998“. Bereist zum 25. Mal würdigt die Messe Düsseldorf als Veran- stalter der drupa damit eine herausragende wissenschaftlichen Arbeit und fördert mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Mark die Publikation und Verbreitung der Dissertation.
Joachim Erwin, Oberbürgermeister von Düsseldorf und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Messe Düsseldorf, und Albrecht Bolza-Schürmann, Prä- sident der drupa 2000 und stv. Vorsitzender des Vorstandes der Koenig & Bauer AG, überreichten am 22. Mai in feierlicher Atmosphäre die Urkunde An Dr. Slavko Kacunko im Rahmen der drupa 2000. Auch wenn es der Titel der Promotion vordergründig vermuten lässt, be- schränkt sich Dr. Kacunko in seiner Arbeit nicht nur auf das künstlerische Wirken Marcel Odenbachs. Er verleiht zugleich der deutschen Videokunst- geschichte eine Struktur und ordnet sie in den kunsthistorischen Zusam- menhang ein – von der Ausgangssiruation im Jahre 1970 bis zur Gegen- wart.
Albrecht Bolza-Schürmann zeigte sich über die Themenwahl der Ar- beit besonders erfeut:“Prinzipiell setzt sich Dr. Kacunko mit der gleichen Fragestellung auseinander, die auch die Print- und Media-Branche seit Jahren in ihren Bann zieht: Die Frage nach dem Ungang mit neuen Medien und die Ausnutzung ihres Kreativen und technischen Porentials.“ Dr. Kacunko zeigt am Beispiel des Werkes Marcel Odenbachs die enormen gestalterischen Möglichkeiten der Videokunst auf und berücksichtigt dabei sowohl kognitive, technische als auch ästhetische Aspekte.
1964 in kroatischen Osijek geboren, studierte Slavko Kacunko im An- schluss an ein erfolgreiches Studium der Erziehungswissenschaften von 1987 bis 1993 Kunstgeschichte und Philosophie an der philosophischen Fakultät der Universität in Zagreb. Von 1994 bis 1998 belegte er schließ- lich den Promotionsstudiengang der philosophischen Fakultät der Hein- rich-Heine-Universität Düsseldorf. Mit zahlreichen Veröffentlichungen über zeitgenössische Kunst, Film- und Videokunst sowie durch seine freiberufli- che Tätigkeit als Kurator und Kunstkritiker hat Dr. Kacunko bereits wäh- rend seines Studiums Aufmerksamkeit erlangt. Im zurückliegenden Wintersemester hatte Dr. Kacunko in Ergänzung zu seiner freiberuflichen Tätigkeit einen Lehrauftrag inne an der Goethe-Universität zu Frankfurt am Main für den Fachbereich Theater-, Film- und Medienwissenschaften.
Über die Vergabe des drupa-Preises enschedet jedes Jahr ein Fachgremium, bestehend aus dem Rektor und Prorektor der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf, dem Prästidenten der drupa und dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Messe Düsseldorf. Der drupa-Preis wird seit 1978 verliehen. Pressereferat drupa 2000 PM Nr. 27 Mai 2000